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Rentabilität

Betriebsergebnis (EBIT)

Operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern.

Formel

EBIT = Umsatz − operative Aufwendungen

Was ist Betriebsergebnis (EBIT)?

Das Betriebsergebnis (EBIT) zeigt den operativen Gewinn eines Unternehmens vor Zinsen und Steuern. Es misst die Ertragskraft des Kerngeschäfts unabhängig von der Finanzierung.

EBIT steht für *Earnings Before Interest and Taxes*. Im Gegensatz zum EBITDA werden Abschreibungen bereits abgezogen, was ein realistischeres Bild der operativen Leistung gibt.

Das EBIT ist die wichtigste Kennzahl für den operativen Vergleich von Unternehmen mit unterschiedlicher Kapitalstruktur und Steuerbelastung.

Warum ist das wichtig?

Das EBIT zeigt die echte operative Leistung ohne den Einfluss von Finanzierungsentscheidungen. Zwei identische Unternehmen können unterschiedliche Nettogewinne haben, nur weil eines mehr Schulden hat.

Für die Unternehmensbewertung ist das EBIT die Basis für den EBIT-Multiple und den Zinsdeckungsgrad.

Berechnung Schritt für Schritt

1

Starte mit dem Umsatz.

2

Ziehe alle operativen Aufwendungen ab: Materialkosten, Personalkosten, sonstige betriebliche Aufwendungen, Abschreibungen.

3

Das Ergebnis ist das EBIT (Betriebsergebnis).

Praxisbeispiel

Umsatz: 5 Mio. €, operative Kosten: 3,8 Mio. €, Abschreibungen: 200.000 €.

EBIT = 5.000.000 − 3.800.000 − 200.000

EBIT = 1.000.000 €

Selbst berechnen

EBITDA-Marge Rechner

EBITDA

350.000

EBITDA-Marge

35.0%

Vom Umsatz zum Gewinn

Interpretation & Tipps

Ein positives EBIT zeigt, dass das Kerngeschäft profitabel ist. Verluste können trotzdem durch hohe Zinslasten entstehen.

Die EBIT-Marge (EBIT/Umsatz) ermöglicht den Branchenvergleich: Industrieunternehmen liegen oft bei 5-10%, Softwarefirmen bei 15-30%.

Benchmarks & Richtwerte

Verlust

< 0 €

EBIT-Marge 5–10%

Durchschnitt

EBIT-Marge > 15%

Stark

Häufige Fehler

EBIT und EBITDA verwechseln: EBIT enthält Abschreibungen, EBITDA nicht. Bei kapitalintensiven Unternehmen ist der Unterschied erheblich.

Außerordentliche Posten einrechnen: Einmalige Restrukturierungskosten sollten für die Analyse bereinigt werden.

Nur EBIT betrachten: Ohne den Umsatzbezug (EBIT-Marge) ist das absolute EBIT wenig aussagekräftig.

Das EBIT ist die Basis für den Zinsdeckungsgrad und die EBIT-Marge. Es wird oft mit der EBITDA-Marge verglichen, um den Einfluss von Abschreibungen zu isolieren.

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