Wachstum

Rule of 40

Wachstumsrate + Gewinnmarge sollte über 40% liegen.

Formel

Rule of 40 = Umsatzwachstum (%) + EBITDA-Marge (%)

Was ist Rule of 40?

Die Rule of 40 besagt: Die Summe aus Umsatzwachstum (%) und EBITDA-Marge (%) sollte mindestens 40% betragen.

Sie ist der goldene Standard in der SaaS-Branche, um zu beurteilen, ob ein Unternehmen eine gesunde Balance zwischen Wachstum und Profitabilität hält. Ein schnell wachsendes Unternehmen mit -10% Marge braucht also mindestens 50% Wachstum.

Die Rule of 40 wurde von Brad Feld populär gemacht und wird heute von den meisten SaaS-Investoren als Basis-Check verwendet.

Warum ist das wichtig?

Die Rule of 40 löst das Wachstum-vs-Profitabilität-Dilemma: Soll ein Unternehmen schnell wachsen oder profitabel sein? Die Antwort: Beides — in der richtigen Balance.

Für SaaS-Investoren ist die Rule of 40 ein schneller Filter: Unternehmen über 40% erhalten höhere Bewertungen (typischerweise 10-20x Umsatz statt 5-8x).

Berechnung Schritt für Schritt

1

Ermittle die Umsatzwachstumsrate (YoY) in Prozent.

2

Ermittle die EBITDA-Marge (oder alternativ die Free-Cashflow-Marge) in Prozent.

3

Addiere beide Werte: Rule of 40 Score = Wachstumsrate + EBITDA-Marge.

4

Liegt das Ergebnis über 40%, erfüllt das Unternehmen die Rule of 40.

Praxisbeispiel

Ein SaaS-Startup wächst um 30% und hat eine EBITDA-Marge von 15%.

Rule of 40 = 30 + 15

Score = 45% (über der Schwelle)

Selbst berechnen

Rule of 40 Rechner

Rule of 40 Score

45%

Exzellent — du übertriffst die Rule of 40.

30% Wachstum + 15% Marge = 45%

Ziel: Summe >= 40%

Vergleich mit bekannten IPOs

Interpretation & Tipps

Unter 20% ist besorgniserregend — das Unternehmen wächst weder schnell noch ist es profitabel. Zwischen 20-40% ist solide, darüber exzellent.

Die Rule of 40 erlaubt Flexibilität: Ein Startup mit 80% Wachstum und -40% Marge erfüllt sie genauso wie ein reifes Unternehmen mit 10% Wachstum und 30% Marge.

Benchmarks & Richtwerte

Unter Benchmark

< 20%

Solide

20–40%

Exzellent

> 40%

Häufige Fehler

Auf Nicht-SaaS-Unternehmen anwenden: Die Rule of 40 wurde für SaaS-Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Umsätzen entwickelt. Für Hardware- oder Projektunternehmen ist sie weniger aussagekräftig.

EBITDA-Marge statt Free-Cashflow-Marge: Manche Investoren bevorzugen die FCF-Marge, da sie Investitionsausgaben berücksichtigt. Sei konsistent in der Methodenwahl.

Nur einen Zeitpunkt betrachten: Die Rule of 40 sollte über mehrere Quartale betrachtet werden, um Trends zu erkennen.

Die Rule of 40 verbindet Umsatzwachstum mit der EBITDA-Marge. Für SaaS-Unternehmen sind zusätzlich NRR und Burn Rate entscheidend.

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